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Juli 24, 20052. Tag :: Namur – Tournai

Die erste Nacht auf belgischem Boden war überstanden. Das Morgenessen in der Jugendherberge war ziemlich reichhaltig und so waren wir für den zweiten Tag gerüstet. Das Zelt war wieder verpackt, die warme Dusche hatten wir hinter uns und das Gepäck deponierten wir vor dem Empfang, als wir uns ein weiteres Mal auf den Weg in Richtung Stadtzentrum machten. Wir durchquerten die Stadt und stiegen auf den Burghügel, wo als Touristenattraktion verkleidete Soldaten aus vergangener Zeit, Kugeln aus ihren Flinten schossen.

Unser Spaziergang durch die Stadt wurde, während dem wir einem besonderem Sportturnier zuschauten durch leichten Regen unterbrochen. So suchten wir uns ein Restaurant. Beim Griechen assen wir einen extra leckeren Gyros, bevor wir uns auf dem Rückweg zur Unterkunft einem typischen belgischen Trödelmarkt widmeten.

Mittagessen beim Griechen Teil der Zitadelle Aussicht von der ZitadelleFlohmarkt Flohmarkt Grotte de Han Sur Lesse

Die Jugendherberge war verschlossen und so mussten wir durch einen Hintereingang zu unserem Gepäck vordringen. Dort gönnten wir uns eine kurze Pause, in der wir das weitere Vorgehen planten und uns einige Notizen für das Tagebuch machten. Der Bus fuhr uns bis zum Bahnhof, wo wir die Zug- und Busfahrzeiten abklärten. Mit der Bahn ging es weiter bis nach Jemelle und von dort nach Han Sur Lesse, wo wir die berühmtesten Grotten des Landes während einer eineinhalbstündigen Führung besichtigten. Die Tour war eigentlich sehr lohnenswert da die verschiedenen Attraktionen (Bootsfahrt, zwei verschiedene Licht- und Soundshows) eine gute Abwechslung mit sich brachten.

In zwischen regnete es ziemlich stark und wir eilten mit einer grossen Portion belgischer Fritten Richtung Bushaltestelle, wo uns der Bus zurück nach Jemelle brachte. Nun hiess es wieder Zugfahren. Von Jemelle nach Namur und von Namur nach Tournai. In zwischen war es schon ca. zehn oder elf Uhr am Abend. In Tournai erkundigten wir uns, wie fast überall wo wir übernachten wollten, nach einer Schlafmöglichkeit. Der Marsch zur Jugendherberge führte uns quer durch die Stadt, welche uns sehr positiv beeindruckte. Die Herberge war geschlossen und so versuchten wir es vergebens mit der Türglocke am Vorder- und Hintereingang. Da blieb uns wohl nichts anderes übrig als den Zeltplatz zu suchen. Es stellte sich schnell heraus, dass wir mehr als nur einige Meter Fussmarsch vor uns hatten und so dachten wir bereits daran, ob wir das Zelt irgendwo am Stadtrand aufstellen sollen. Doch wir hatten Glück im Unglück: Die Rezeption des Zeltplatzes war zwar bereits geschlossen, doch ein alkoholisierter Holländer ermutigte uns dazu, unser Zelt einfach irgendwo auf dem Gelände zu platzieren ohne im Voraus zu bezahlen. Dies taten wir dann auch und verbrachten eine sehr regnerische Nacht.

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