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Mai 9, 2012Highlight DOS – Ciudad Perdida, Colombia

Ort: Ciudad Perdida (Teyuna), Sierra Nevada de Santa Marta, Colombia
Dauer: Fünf Tage, vier Nächte
Beschreibung: Geführte Wanderung zur verlorenen Stadt des Tairona-Volkes
Das Highlight: Die Landschaft, die Natur, die Ciudad Perdida, die Leute

Seit über einer Woche bin ich in Santa Marta, der Hauptstadt des Departements Magdalena. Die Stadt ist nicht für ihre Schönheit bekannt, vielmehr ist sie ein Ausgangspunkt zu einigen der prächtigsten Spots Kolumbiens (und die Heimat des Schweizer Ex-Nationalspieler Johan Vonlanthen :)).

Einer dieser Orte ist die “Ciudad Perdida” (“verlorene Stadt”), eine Stätte des indigenen Volkes Tairona. Die Wanderung dauert normalerweise fünf Tage und führt mitten durch den Dschungel der Sierra Nevada de Santa Marta, dem höchsten Künstengebirge der Welt. Teyuna (indigener Name) wurde 1975 durch Grabräuber entdeckt und geplündert. Selbst die Ureinwohner kannten die Stadt nur von Geschichten und da es sich um eine Grabstätte handelte suchten sie nicht danach. In den Anfängen wurde die Stadt mit Helikoptern besucht und später als Marihuana-Trek vermarktet. Zu dieser Zeit war die Sicherheitslage durch die vielen FARC-Anhänger und Paramilitärs in der Region gefährdet. Heute lauert kaum mehr Gefahr, trotzdem kann der Trail nur noch geführt begangen werden.

Der Trek ist definitiv ein Muss auf jeder Kolumbienreise. Nicht nur die Landschaft ist atemberaubend, auch die Organisation und die Unterkünfte waren sehr zufriedenstellend. Die Tagesetappen waren für mich ein lockeres Spiel, weniger sportliche Personen hatten aber durchaus ihre Probleme. Neben dem Wandern hat man viel Zeit um im Fluss zu baden, Karten zu spielen oder sich in der faszinierenden Umgebung ein Buch zu Gemüte zu führen. Mir blieb dazu kaum Zeit, da unsere Gruppe unglaublich gut harmonierte und wir uns jeden Abend mit der eigenkreierten Version des Werwolfspieles die Zeit vertrieben (durchaus denkbar das einige von uns nicht mehr zurechtkommen ohne das Spiel :)).

Das Gebiet rund um die Ciudad Perdida war neben dem Marihuanaanbau natürlich vorallem wegen dem berühmt berüchtigten kolumbianischen Kokain bekannt. Der Anbau des Kokains und speziell die verwendeten chemischen Dünger verdrängten während der Zeit das Wachstum anderer Pflanzen, wie zum Beispiel Kakao. Später attackierte die USA die Kokainfelder mit hochgiftigen Mitteln, welche nicht nur für den Tod der Drogenpflanze sorgten. Es soll noch bis zu zwanzig Jahren dauern, bis das Land wieder fruchtbar ist. Immer wieder stossen diese “leeren” Hänge ins Blickfeld der Wanderer. An einem Punkt erzählt uns unser Guide von einem Kokainlabor, welches man noch vor zwei Jahren gegen Eintritt besuchen und die Produktion des Kokains beobachten konnte. Während einer Stunde wurde aus den harmlosen Blättern hoch konzentriertes Kokain hergestellt. Begeisterte Touristen verbreiteten diese Attraktion in Internetforen, was zur Folge hatte, dass das Labor durch die Polizei geschlossen wurde.

Leider versagten während dem Ausflug meine Fotografierkünste, jedenfalls gelanges mir nicht das Erlebte nur annähernd auf meinen Fotos festzuhalten. Hier trotzdem einige Eindrücke:

Kommentare

12. März 2014 16:42:59Tim Geiser

Hast du die Reise vor Ort gebucht? Bzw. weisst du ob es möglich ist die Reise vor Ort zu buchen? Wie teuer ist die Reise ungefähr?

Mit freundlichen Grüssen

Tim


12. März 2014 22:36:44Itchyfeed

Hallo Tim

Die Reise kannst du ohne Problem vor Ort buchen, jedes Hostel bietet die Tour an. “The Dreamers Hostel” ist übrigens eine super Bleibe. Kolumbien wird immer populärer und somit sicherlich auch teurer, ich habe dazumal unter 200 USD bezahlt.

Viel Spass!


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